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SG

Sozialistische Gruppe Erlangen-Nürnberg

Sozialistische HochschulZeitung
der Sozialistischen Gruppe Erlangen Nürnberg (SG)

April 2005, 4. Jahrgang, Nr. 22

„Gefährliche Armut

Kabul (AFP/AP) – Drei Jahre nach dem Ende der Taliban-Diktatur in Afghanistan gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor, der am Montag in Kabul vorgelegt wurde. Das Land könnte wieder eine gefährliche Entwicklung nehmen, wenn nicht mehr zur Hebung des Lebensstandards getan werde, warnen die UN-Experten. Afghanistan liegt an sechster Stelle der ärmsten Staaten der Erde. Mit 44,5 Jahren beträgt die Lebenserwartung der Afghanen etwa 20 Jahre weniger als in den benachbarten zentralasiatischen Nationen. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut, obwohl die Wirtschaft zuletzt um 25 Prozent gewachsen ist.“
(SZ 22.02.05)

Schön, dass die Afghanen endlich frei sind.

Macht nichts, dass sie noch mehr hungern und noch früher sterben als zuvor. Auch die Freiheit hat ihren Preis.

Blöd nur, dass sie vielleicht nicht friedlich verhungern, sondern das zum Anlass nehmen könnten, Unruhe zu stiften.

Unter diesem Ruhe- und Ordnungs-Aspekt würde der UNO glatt einleuchten, dass man „mehr zur Hebung des Lebensstandards“ tun sollte. Aus dem selben Grund wird aus der Fütter-Aktion dann wohl auch nicht allzu viel werden.

Die Religion ist doch nicht sinnlos

„Rund 2500 Führungskräfte aus ganz Deutschland nehmen an der Veranstaltung unter dem Motto ‚Mit Werten in Führung gehen’ teil. Vertreter aus Wirtschaft und Kirche vermitteln die für den beruflichen Aufstieg relevanten christlichen Werte, in Vorträgen und Seminaren mit Titeln wie ‚Kritisieren ohne zu verletzen’, ‚Umgang mit Erfolg und Niederlagen’ und ‚Harmonie um jeden Preis?’.“
(Fürther Nachrichten, 21.01.05, "Wirtschaft", S. 23)

Na dann:
Personal abbauen,
die Konkurrenz zum Teufel hauen –
besser geht's mit Gottvertrauen!

Schlechte Umfragewerte für Europa

„Umfrage: EU-Beitritt senkt Lebensstandard
Nürnberg (dpa) – Neun Monate nach der EU-Erweiterung haben viele Bürger in den zehn neuen Mitgliedsstaaten ihre Erwartungen an eine Verbesserung ihres Lebensstandards deutlich zurückgeschraubt. Inzwischen erhoffe sich davon nur noch jeder Achte bessere Lebensbedingungen; vor einem Jahr sei es noch jeder Dritte gewesen, so eine Umfrage des Konsumforschungs-Instituts GfK. Immerhin 38 Prozent erwarten nun im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt sogar ein Absinken ihres Lebensstandards. Mit positiven Wirkungen des EU-Beitritts rechnen sie allenfalls in fünf Jahren. Die GfK hatte mehr als 8300 Menschen in den zehn Beitrittsländern befragt“
(SZ 18.02.05)

Das haben sie nun davon, die empirischen Sozialforscher! Erst stiften sie die Leute zu dem Schwachsinn an, die EU-Erweiterung, die mit dem Wohl der Leute rein gar nichts zu tun hat, theoretisch auf ihre Lebensumstände zu beziehen – und was kommt raus? – Das eine Mal erwarten sich die Leute eine rosige Zugkunft, und das nächste Mal sehen sie einfach nur ganz schwarz...

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Freitag, 13.01.2006