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Unsere Diskussionsveranstaltung in Nürnberg findet wöchentlich zu wechselnden Themen statt.
Alle Interessierten sind eingeladen.
Dienstag, 22. Mai 2012, 20 Uhr c.t.
Desi, Brückenstr. 23, Nürnberg
Das Thema für die Veranstaltung im Mai wird rechtzeitig hier bekannt gegeben.
Die Redaktion der Politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt bietet monatlich Gelegenheit zur Diskussion. Themen sind Innen- und Weltpolitik, Wirtschaft und Geistesleben.
Es ist schon eine Kunst, immer wieder Forderungen zu erfinden, die einerseits deutlich erkennen lassen, wie schlimm es um die Menschen steht, die dieser Gewerkschaftsbund vertritt, und die andererseits doch völlig klarstellen, dass mit Gegenwehr und einer Störung des Betriebs nicht zu rechnen ist.
Für die Millionen Leute, die scheiß Jobs mit einer scheiß Bezahlung haben, hat der DGB was im Programm. Und damit das nicht als Kampfansage missverstanden wird, legt er den Leuten, die er vertritt, gleich gar nichts anderes als einen Wunsch nach Arbeit in den Mund. Sie wollen den Dienst an der deutschen Wirtschaft, an Deutschland und neuerdings an Europa tun, der von ihnen erwartet wird. Und sie verlangen dafür nichts, was sich für den Arbeiterstand nicht gehört – weder nach Faulenzen steht ihnen der Sinn, noch nach Millionenboni: Sie wünschen sich Arbeit, noch nicht einmal gut bezahlt, sondern nur fair und am liebsten unter den bis vor 10 Jahren üblichen Anstellungsbedingungen. Die – das verrät die Parole von der „guten Arbeit“ schon auch – gibt es nicht mehr.
Dazwischen liegt nämlich die Ära, in der Gewerkschaftsführer nicht gute Arbeit, sondern Arbeit ohne alle Zusätze gefordert haben: Schafft Arbeit, Arbeit, Arbeit! Für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen haben sie die sozialen Errungenschaften in Sachen Lohn, Arbeitszeit, sozialer Sicherheit, die sie in einem Jahrhundert herausgeholt hatten, zur Verhandlungsmasse erklärt und drangegeben. Jetzt haben sie Arbeit, Arbeit, Arbeit – von der viele nicht leben können. Das hält der DGB nicht für einen von ihm mit-verschuldeten Skandal, sondern für einen guten Ausgangspunkt: Arbeit gibt’s schon mal – jetzt sollte sie halt noch zum Leben taugen.
So verelenden die Arbeitnehmer unter gewerkschaftlicher Betreuung: Je ekelhafter der Kapitalismus für viele seiner Arbeitskräfte wird, desto enger der Schulterschluss des DGB mit Staat und Kapital. Dazu gibt es einen Vortrag am:
Donnerstag, 3. Mai 2012, 20 Uhr c.t.
K4, Festsaal, Königstr. 93, Nürnberg
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Sozialistische Gruppe (SG)
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Turnstr. 7, Erlangen
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Verantwortlich: E. Piendl-Witzke, c/o Turnstr. 7, Erlangen